Naturheilpraxis Etterer

Hirudotherapie - Blutegeltherapie

HIrudotherapie - Blutegeltherapie

Was ist Hirudotherapie - Blutegeltherapie?

Die kleinsten Helfer in der Schmerzmedizin.

Jeder kennt sie – aber ganz Wenige finden Sie auf den ersten Blick anziehend - Blutegel.
Der Nutzen für uns Menschen ist im Rahmen der Schmerztherapie einzigartig.
Es gibt über 600 Egelarten.
Die medizinisch eingesetzten können 20 – 30 Jahre alt werden.

Blutegel
- Durchbrechen Schmerzblockade (akute und chronische Gelenkschmerzen,
Bandscheibenprolaps und Bandscheibenprotrusion), Sehnen- und Sehnenscheidenentzündung (Tennisarm)
- Gefässkrampflösend, Schmerzen und Stauungsgefühl im lokalen Umfeld lassen durch Umstimmung der örtlichen Gefäßfunktion nach
- Entlastung von
* Gelenkschwellungen,
* Furunkeln oder bei
* Entzündungen
- Gerinnungshemmend, da über mehrere Stunden ein Nachbluten der kleinen Wunde erfolgt
* Verbessern die Durchblutung
* Lymphstrombeschleunigend, aus Blut und Geweben strömt vermehrt Blut und kommt über den Blutabfluss zur Ausscheidung
* Antithrombotisch, die Thrombenbildung wird deutlich herabgesetzt
* Immunstimulierend, der Anreiz der Leukozytenbildung wird über den Blutentzug gleichzeitig induziert

Die Wirkung liegt am Speichel der Blutegel
Dabei werden meist mehrere Egel auf die betroffenen Körperareale angesetzt.
Blutegel sind sensibel für Temperaturunterschiede. Entzündete, schmerzende Areale weisen häufig eine höhere Temperatur auf. Die Tiere können diese schmerzenden Stellen aufspüren und dort ansetzen. Das Entscheidende dabei ist aber nicht, was der Egel geringfügig an Blut aufnimmt, sondern was er währenddessen in die Blutbahn abgibt. Sein Speichel ist nämlich ein „Wundermittel“. Seine biologisch aktiven Substanzen sind blutverdünnend, schmerzlindernd und entzündungshemmend. Auch die Patienten sind von deren Wirkung überzeugt.
Es fühlt sich kurz wie ein Mückenstich oder eine Brennessel an, nach ein paar Minuten merkt man aber bis auf einen leichten Druck gar nichts mehr.

Wo die Evolution ins Spiel kommt
Manch einer hat möglicherweise schon Blutegel im eigenen Gartenteich oder in der freien Natur entdeckt und fragt sich nun, ob man diese nicht zuhause zur Selbstbehandlung aufsetzen könne.
Die Antwort ist ein klares Nein, denn medizinische Blutegel werden speziell gezüchtet und müssen über Wochen in Quarantäne leben. Die Blutegel werden in Ihrem Leben nur einmalig und nur an einem Patienten eingesetzt. Dies ist gesetzlich vorgeschrieben. Der Gartenteich gibt aber Aufschluss darüber, warum diese unscheinbaren Würmer seit Jahrtausenden überlebt haben und scheinbar mühelos mit der Evolution Schritt halten konnten. Blutegel – anders als ihr Aussehen vermuten lässt – keine Parasiten, sondern Tiere, die eine symbiotische Beziehung, also ein gegenseitiges Nutzungsversprechen, mit einem anderen Lebewesen ein. Kommt zum Beispiel eine Kuh mit einem geschwollenen Huf an eine Wassertränke, dockt ein dort lebender Blutegel an die betroffene Stelle an. Anders als bei Fliegen, die die Kuh als lästig empfindet
und mit dem Schwanz vertreibt, lässt sie es beim Egel zu, denn sie spürt die entlastende
Wirkung. Der Egel wiederum erhält mit dem Blut Nahrung.

Eine perfekte Zusammenarbeit also…
Dank seiner natürlichen Veranlagung ist der Blutegel für die heutige Medizin ein wichtiger Baustein im Rahmen multimodaler Behandlungsansätze geworden. In verschiedenen Krankenhäusern ist die Blutegelbehandlung seit vielen Jahren ein fester Teil des Therapiekonzeptes. „Rückenschmerzen oder Kniearthrose sind oft sehr quälend und sprechen schlecht auf Medikamente an. Die Wirkung ist nicht so nachhaltig, wenn danach nicht die neue Bewegungsfreiheit innerhalb der Physio-und Ergotherapie gefestigt wird.
Die Dankbarkeit gegenüber den kleinen Helfern überwiegt hinterher, gegenüber der anfänglichen Irritation, dass ein „Ringelwurm“ an einem saugen wird.

Wie läuft die Blutegeltherapie ab?
Bei Behandlungsbeginn werden die Blutegel an die entsprechende Stelle gesetzt. Der Blutegel sägt sich mit seinen Kalkzähnchen vorsichtig in die Haut und saugt sich fest. In der Regel ist dieser Vorgang weitgehend schmerzfrei, weil der Blutegel schmerzlindernde Stoffe abgibt. Im weiteren Verlauf gibt der Blutegel beim Saugen die Wirkstoffe ins Gewebe ab und fällt anschließend von alleine ab. Dies dauert zwischen 45 und 90 Minuten. Die kleine Bisswunde wird 8 – 12 Stunden durch den Wirkstoff Hirudin offengehalten und blutet nach. In dieser Zeit muss die Wunde gut mit saugfähigem Verbandsmaterial abgedeckt werden. Diese Blutung sollte auf keinen Fall gestoppt werden. Oft ist ein einmaliger Einsatz von Blutegeln ausreichend.
Besonders viel Aufmerksamkeit bedarf die Nachsorge der Wunde. Die Dauer und Stärke der Nachblutung muss kontrolliert, die Wunde sorgfältig immer wieder neu verbunden werden.
Bei schweren/längeren Erkrankungen kann auch eine sog. Systhemische Behandlung erfolgen – dafür sind mehrere Sitzungen notwendig.

Quelle
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/56121/Was-eine-Blutegeltherapie-bewirkt